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Ammann schreitet  mit der Reduktion von Kohlenstoffdioxid voran
17. Dezember 2009

Niedertemperatur-Asphalt und Asphalt-Recycling senken den Carbon Footprint

Zwischen 1958 und 2000 hat die CO2-Konzentration in der Atmosphäre von 320 auf 386 ppm (parts per million – Teile pro Million) zugenommen. In der Folge sind seit 1900 die globale Temperatur um 0,7°C und der Meeresspiegel um 17 cm gestiegen. Die schneebedeckte Fläche der Erde hat um rund 10% abgenommen. Mit modernen Technologien lässt sich der Kohlenstoffausstoss einer Standard-Asphaltanlage erheblich verringern und erst noch Kosten sparen. Ammann ist bei dieser zukunftsweisenden Entwicklung Vorreiter.
Die Modellberechnungen für die Zukunft des Weltklimas bauen auf unterschiedlichen Szenarien auf: Ein optimistisches geht von einer durchschnittlichen Erwärmung von 1,8°C bis zum Jahr 2100 aus. Das pessimistische Szenario prognostiziert einen Anstieg der globalen Temperatur um 3,6°C. In einer Reaktion auf diese Erkenntnisse haben sich die Staaten, die das Kyoto-Protokoll ratifiziert haben, im Wesentlichen auf eine Senkung der Emissionen von CO2 und anderen Treibhausgasen auf 5% unter dem Wert des Jahres 1990 geeinigt – ein Ziel, das man im Zeitraum zwischen 2008 und 2012 erreichen will.
Jeder Sektor der Industrie und jedes Mitglied der Gesellschaft ist aufgerufen, zur Erreichung  dieses weltweit vereinbarten Ziels beizutragen. Im Asphalt-Strassenbau stellen die Asphalt-Mischanlagen eine der Hauptquellen für CO2-Emissionen dar (vgl. Kasten), da die meiste Energie zum Trocknen und Erhitzen der Mineralien aufgewendet wird. Diese Energie stammt von fossilen Brennstoffen. Ammann hält mehrere Lösungsvorschläge bereit, um seinen Beitrag zur Realisierung der globalen CO2-Reduktionsziele zu leisten.
Die zwei entscheidenden Aspekte einer «grüneren» Asphaltindustrie sind niedrigere Betriebstemperaturen und die Verwendung von möglichst viel Recycling-Asphalt. Allgemein gilt folgende Daumenregel: «Energieverbrauch bedeutet CO2-Emissionen, und Energieverbrauch bedeutet ebenso Produktionskosten.» Das heisst, dass eine Reduktion des Energieverbrauchs mit einer Senkung der Produktionskosten und der CO2-Emissionen einhergeht.

Weniger Emissionen mit Niedertemperatur-Asphalt

Niedrigere Asphalt-Mischtemperaturen ergeben weniger Emissionen aller Art. Deshalb führt die Asphaltindustrie einen sogenannten Warmmischasphalt ein. Die Produktion und der Einbau des Asphalts erfolgen bei Temperaturen um 100°C statt der gewohnten rund 160°C. Die Vorteile solcher niedriger Produktionstemperaturen liegen auf der Hand: Geringerer Brennstoffverbrauch und die schnelle Abkühlung lassen rascher wieder einen flüssigen Strassenverkehr zu. Ausserdem werden die Emissionen (Gase und Rauch) auf der Anlage und auf der Baustelle reduziert, was eine signifikante Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die Arbeiter, das Maschinenpersonal und die Nachbarn mit sich bringt.

Für die Produktion von Niedertemperatur-Asphalt stehen unterschiedliche Verfahren zur Verfügung, wie beispielsweise die Verwendung von Zuschlagstoffen, Schäumen, speziellen Bindemitteln oder einer Kombination dieser Methoden. In der Regel lässt sich die Mischtemperatur um mindestens 20°C und bis zu 70°C senken. Je nach Anlagenbetreiber und Bedingungen auf der Baustelle werden am Markt unterschiedliche Technologien eingesetzt. Ammann bietet eine Reihe von Lösungen zur Produktion von Asphalt bei niedrigeren Temperaturen an, wie die Beigabe von Zuschlagstoffen oder den Einsatz der WAM-Schaumtechnologie (vgl. Kasten). Die Lösungen reichen von Spezialmodulen im Anlagensteuerungssystem bis zu zusätzlichen Anlagenkomponenten.

Asphalt-Recycling mittels Paralleltrommel-Technologie

Die Produktion von neuem Bitumen trägt gemäss Studien ungefähr 13 kg an indirekten CO2-Emissionen pro Tonne neuem Asphalt bei. Die Erhöhung des Asphalt-Recyclinganteils bedeutet folglich eine direkte Senkung der Gesamt-CO2-Emissionen der Strassenbauindustrie. Heute wird noch immer viel Asphalt einfach deponiert oder für geringwertige Anwendungen verwendet. Zur Schonung unserer Ressourcen wäre es aber angebracht, den verfügbaren wiedergewonnenen Asphalt, der aus hochwertigem Bitumen und bereits präparierten Mineralien besteht, in Hoch-leistungsanwendungen für den Bau neuer, dauerhafter Strassen wiederzuverwenden.
Ammann hat die Relevanz des Asphalt-Recyclings schon sehr früh erkannt. Vor über 20 Jahren führte Ammann die Paralleltrommel-Technologie ein, die inzwischen zum Standard für Qualitäts-Asphalt-Recycling geworden ist. Im Jahr 2008 setzte Ammann den innovativen Kurs mit den ersten Trommeln im Gegenstromverfahren fort, die der Asphaltindustrie die Verwendung von 100% an Ausbauasphalt ermöglicht (vgl. Kasten). Der Weg zur grüneren Strasse ist damit vorgegeben.